Meine Kenntnisse und Erfahrungen

Zentrierung von Kenntnissen und Erfahrungen

IT-Branche

Zuletzt war ich bei der SYNAXON AG in Bielefeld als Personalleiter und Multi-Projektleiter mit Einzelprokura tätig. Dabei war ich zum einen für die Planung, Steuerung und Weiterentwicklung des konzernweiten Personalwesens verantwortlich, zum anderen ging es auf der strategischen Ebene vornehmlich um die Ableitung und Weiterentwicklung der Personalstrategie anhand der Unternehmensziele mit leistungsfähigen Kooperationspartnern. Daneben war die operative Arbeit  von der Lösung arbeitsrechtlicher Problemstellungen und Verfahren bei gleichzeitiger Steuerung der notwendigen Rekrutierungs- und Entwicklungsmaßnahmen in einem engen Markt gekennzeichnet. Demgegenüber oblag mir zusätzlich – aufgrund meiner Erfahrung bei der Führung komplexer Projekte – temporär die kaufmännische Gesamtverantwortung für den Aufbau und die Weitentwicklung Deutschlands erster Social-Commerce-Plattform für IT-Produkte. Die Aufgabenspanne umfasste hier vornehmlich folgende Bereiche:

  • Konzeptionelle Erstellung Business-Plan
  • Aufbau interdisziplinäres Programmteam,
  • Multi-Projekt- und Qualitätsmanagement auf Basis GPM, ToC und SixSigma zur Ertragssteigerung,
  • Risikomanagement mittels FMEA,
  • Aufbau und Weiterentwicklung Wissensmanagement,
  • Überführung Projektstruktur zum Abschluss in Konzernmatrix.

Meine Zeit bei den Streitkräften

Bei der Bundeswehr war ich zuletzt als Chef des Stabes eines Brigadekommandos tätig. Die große Herausforderung war dabei, die Brigade innerhalb eines Jahres umzustrukturieren – d.h. Verbände und Standorte aufzulösen und gleichzeitig neue Verbände an neuen Standorten zu integrieren. Damit war ein Personalaufwuchs von 3.000 auf 5.000 Soldaten und zivile Mitarbeiter  verbunden. Danach war es notwendig, die Brigade mit ihren Verbänden und Einheiten für zwei völlig unterschiedliche Einsatzgebiete vorzubereiten. Parallel wurde SASPF – die Bundeswehrversion von SAP – eingeführt und das Führungsinformationssystem für die militärische Führung wiederholt unter Einsatzbedingungen überprüft. Meine Aufgabe war es dabei im Wesentlichen, den Brigadekommandeur und seinen Stellvertreter vorausschauend zu beraten sowie die erforderlichen Planungen zeitgerecht zu initiieren, zu steuern und so voranzutreiben, dass die richtigen Personen und Systeme zum richtigen Zeitpunkt mit den für sie relevanten Informationen am richtigen Ort waren. Diese unterschiedlichen Herausforderungen miteinander zu verbinden, war vor allem deshalb herausfordernd, weil ich mich – neben einem sehr leistungsfähigen Team – vor allem auf meine Initiative, Kraft und Erfahrung verlassen musste. Meine Begeisterung für die Führung von unterschiedlichen Menschen in vielfältigsten Situationen kombinierte ich dabei mit meinen organisatorischen Fähigkeiten.

Einsatz(ir)realität

Der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr stellte dann allerdings für mich eine drastische Zäsur dar. Hatte ich noch 1993 und 1996 mit hohem Enthusiasmus an den Einsätzen in Somalia und Bosnien-Herzegowina teilgenommen und konnte ich dort nahezu täglich die Früchte der Arbeit reifen sehen, war dies schon beim Kosovo-Konflikt 1999 anderes. Der Luftkrieg gegen Serbien basierte nicht mehr auf dem Völkerrecht. Deutschland beteiligte sich wieder an einem friedensdurchsetzenden Einsatz, allerdings diesmal nicht mehr legitimiert durch die Vereinten Nationen. Und das, obwohl dieses System kollektiver Sicherheit einst vor allem wegen der verbrecherischen Angriffskriegführung Deutschlands gegründet wurde. Dennoch gebot die Not der Menschen im Kosovo damals noch das Handeln.  Demgegenüber war der Beginn des Afghanistan-Einsatzes allerdings dann aber vor allem der Zusage „uneingeschränkter Solidarität“ gegenüber den USA durch die damalige deutsche Regierung geschuldet. Völlig unzureichende politische Vorgaben, eine abstruse Strategie, basierend auf einer völlig falschen Situationsanalyse und fehlenden Fähigkeiten, sowie erhebliche Beschneidungen des militärischen Führungspersonals in ihrem Entscheidungsspielraum vor, während und nach den jeweiligen Einsatzphasen haben nicht nur viele gute Soldaten und afghanische Zivilisten Leben und Gesundheit gekostet. Diese Entwicklung hat bei mir letztendlich zu dem Entschluss geführt, die Bundeswehr trotz sehr guter Karrieremöglichkeiten zu verlassen.

Gelandet in der Wirtschaft

Hinzu kam Anfang 2008 ein sehr gutes Angebot der SYNAXON AG. Mit knapp vierzig Jahren noch einmal den Neuanfang zu wagen – und dazu noch in einer der rasantesten Branchen – das war Herausforderung und Gebot zugleich. Hier stand vor allem das Agieren unter betriebswirtschaftlichen Rentabilitätsregeln im Vordergrund. Um gerade hier rasch neue Erfahrungen zu sammeln, habe ich auch gerne dort – neben meinen Aufgaben als Personalleiter – die kaufmännische Gesamtverantwortung für den Aufbau von Deutschlands erster Social Commerce-Plattform für IT-Produkte auf temporärer Basis übernommen. Dabei habe ich grundsätzlich gelernt, wie das Netz funktioniert, welche Potentiale und Risiken sich hinter dem Begriff „Enterprise 2.0“ verbergen und wie wichtig ehrliche und transparente Kommunikation für echten wirtschaftlichen Erfolg sind. Gerade für meine Kunden ist es häufig wichtig, scheinbar entgegengesetzte Dinge rasch (wieder) miteinander in Einklang zu bringen. Dies nenne ich dann gern „sowohl als auch“ anstatt „entweder oder“.